Tauchen im Gremminer See

Am Mittwoch, dem 03.08.2011 haben Thomas und ich uns einfach entschlossen zum Tauchen im Gremminer See nach Gräfenhainichen zu fahren.

Auf der Homepage    www.divetropolis.de     von der Tauchbasis  ist angekündigt, dass die Basis täglich von 10°° bis 18°° Uhr besetzt ist. Als wir aber gegen 10°° Uhr am Tor standen war es fest verschlossen, und niemand war weit und breit zu sehen, der uns das Tor bzw die Basis öffnen würde.

Bei einem Anruf bei dem Betreiber der Tauchbasis war dieser erstaunt, dass keiner vor Ort war der die Basis öffnent. Er gab uns aber die Erlaubniss bis zum ersten Parkplatz zu fahren, wo ein Findling mit der Beschriftung E3 uns den Weg zum Einstieg E3 wies. Ausnahmsweise gestattete er uns hier, auch ohne die Tauchgebühr zu entrichten, zu tauchen!

Bei 35° C Lufttemperatur und bestem Sonnenschein war das Anrödeln wieder einmal eine Qual. In Hinsicht auf die eventuell erreichbareTauchtiefe, tiefer als der Glienicker, zwängte ich mich auch noch zusätzlich in die Eisweste meines neuen Halbtrockenen, packte noch 1Kg Blei in die Westentasche, und ab ging es ca 10 m zu einem mit Betonplatten ausgelegten und mit Schottersteinern eingefassten Einstieg.

 Der Einstieg ist somit sehr komfortabel und sauber angelegt, und dient warscheinlich auch gleichzeitig noch zum Slippen eines Bootes!

An der Oberfläche schwammen wir nach rechts zu einer Boje die uns die Position einer Plattform in 4 m Tiefe anzeigte. Nach dem Abtauchen machte ich einen kurzen Check meiner Tauchmaske, denn diese zeigt leider ein paar altersbedingte Mängel.         Aber alles war OK.

An einem ausgelegten Flatterband entlang tauchten wir dann, anfänglich über eine gerade grüner werdende Graswiese, tiefer nach halblinks zu einer 2. Plattform auf ca. 6m Tiefe. Danach immer weiter abwärts, dem Flatterband folgend, über eigentlich trostlosen sandigen Bodengrund. Am Wegesrand stand plötzlich unerwartet, vor einem umgesrtürzten Baum, ein kapitaoler Keiler.     Ohne Atemgerät und Maske!

Auf unserem Weg in die Tiefe standen vereinzelt Bäume, die auch nur  als Fixpunkte für die Flatterleine fungieren. Allerdings sind diese Bäume und Sträucher, wie auch schon bei anderen Tauchgängen an anderen Einstiegen beobachtet, dick besetzt mit Muscheln, die Augenscheinlich sich recht wohlfühlen in dem Wasser des Gremminer Sees. Bei Annäherung zeigen sie jadenfalls Reaktion, indem sich ihre ausgestreckten, nach Nahrung suchenden Kiemen schnell in das Gehäuse zurückziehen.

An der tiefsten Stelle unseres Tauchganges nach ca. 30 Minuten bei 15,5 m Tiefe war nur noch eine Wassertemperatur von 7,2° C. Wir drehten also um, um wieder höher in wärmere Wasserschichten zu kommen. Zurück schwammen wir immer an dem Flatterband entlang über beide Plattformen hinaus in ca. 6 -4 m Tiefe bei einer angenehmeren Tamperatur von ca. 15° C. Auf dem Rückweg passierten wir noch ein aufgebautes Gestell, welches offensichtlich für Tarrierübungen bereit steht.

Etwas später noch zwei Skulputeren auf dem Seegrund, die man als Kunst im See dort platziert hatte. Zwei ältere Herren, auch ohne Maske, PTG und Flossen, saßen dort nach Gartenzwergenart und blätterten in einem Buch.

 Als das Flatterband zu Ende war tauchten wir etwas näher zum Ufer und in nördlicher Richtung zum Einstieg zurück. Hier im Flachbereich überflogen wir Wasserpflanzen, die ausgedehnte Wiesen bildeten, und die von zahlreichen Stichlingspärchen bevölkert wurden.

Die mitgebrachte Lampe diente nur als Balast, denn die strahlende Sonne erlaubte uns eine wunderbare Sicht, so ca. 3 -4-m, auch am tiefsten Punkt unseres Tauchganges.

Das einzigste was wir vermisst haben sind, außer den Stichlingen,ein paar größere Fische oder andere Seebewohner. Nach 55 Minuten Tauchzeit erreichten wir den Ausstieg, an dem wir abgetaucht waren, sicher und wohlbehalten.

Es war ein schöner Tauchgang, den ich endlich wieder einmal mit meinem Sohn Thomas, denn dieser ist beruflich und durch private Ereignisse leider stark eingeschränkt, machen konnte.

Zurück dann bei bestem Sonnenschein 1,5 Std über eine gut zu befahrene Autobahn.

Mit freundlichem Flossenschlag

Dieter

 

Stein-Video.de