Panzerfahrt am 14.07.2012

 

Seit der Jungesellenabschiedsfahrt von Samir im Jahre 2008, bei der ihm eine Panzerfahrt spendiert wurde, regte sich in mir auch der Wunsch einmal solch einen Koloss selbst zu fahren. Im Jahre 2011 bekam Thomas von seinen Kollegen eine solche Fahrt geschenkt, und im selben Jahr schenkte mir meine Frau auch einen solchen Gutschein zum Hochzeitstag

Erst am 14.Juli 2012 schafften wir es dann endlich diese Gutscheine bei der Panzer-Fun-Fahrschule der Gebrüder Heyse in 15518 Steinhöfel OT Beerfelde einzulösen.

Zum 14.07.  11:30 Uhr hatten wir einen Termin vereinbart, und so fuhren wir dann auch gegen 9:30 Uhr mit zwei Autos, und einem Großteil der Famile bei strömenden Regen auf die Autobahn Richtung Frankfurt / Oder.

Bei Fürstenwalde Ost verließen wir die Autobahn, und fuhren über Fürstenwalde nach Beerfelde zum Panzerübungsgelände              .

Als wir, nachdem wir uns vorher bedingt durch eine Baustelle verfahren hatten, doch noch pünktlich um 11:30 Uhr ankamen hatte es aufgehört zu regnen, und ein freundlicher Mitarbeiter der Panzerfahrschule empfing uns am Eingang, nahm uns die Gutscheine ab, und erklärte uns die Modalitäten auf dem gesamten Gelände.

Nach weiteren schriftlichen Modalitäten im Büro bekamen Thomas und ich aus hygenischen Gründen eine Haube ausgehändigt, die wir unter der Panzerhaube tragen mussten. Danach ging es ab zu dem wartenden Bergepanzer T55-T.

    

 

Die Mitfahrer enterten die Plattform auf dem Heck des Panzers, und Thomas, der als erster fahren sollte, wurde auch sogleich in der Bedienung des Ungetüms eingewiesen. Nach kurzer Zeit grummelte das Getriebe, denn Thomas hatte den Gang gefunden, und der Panzer setzte sich in Bewegung. Durch tiefe Wasserlöcher, über Hügel und durch Schlammlöcher steuerte Thomas das 34 t schwere Ungetüm, und wir wurden doch ganz schön durchgeschüttelt und gebeutelt.

Nach kurzer Zeit kam aber ein starkes Gewitter auf, sodass der Kommandeur die Fahrt abbrach und zum Standort zurück fahren liess. Aber diese kurze Stück reichte aus um die Mitfahrer auf der Plattform, trotz Regenjacken, bis auf die Haut zu durchnässen. Nach geraumer Zeit war das Gewitter abgezogen und wir bestiegen wieder den Panzer.

 

                                                                                                 

Da Thomas seine Fahrt unterbrechen musste, bekam er nun noch einmal die Gelegenheit die fehlende Zeit nach zu holen.

Dann war ich an der Reihe. Mitten im Gelände machten wir dann den Fahrerwechsel.

Ich zwängte meine Kopf in die zu enge Panzerfahrerkappe, und mich selbst mit viel Anstrengung durch die doch sehr enge Fahrerluke auf den Fahrersitz.    Bequem ist etwas anderes!     Nachdem die Kappe mit der Sprechanlage verbunden war erklärte mir der sehr nette Kommandeur die Bedienung des Panzers durch die geöffnete Fahrerluke.

Links die Kupplung, in der Mitte die Bremse (in unserem Fall unwichtig) und rechts das Gaspedal. Alles etwas schwerer zu bedienen als im Auto.

Dann die Steuerungshebel rechts (für rechts Fahrt) und Links ( für links Fahrt). Das war alles, was man für das Fahren eines Panzers wissen muss..

Danch bestieg der Kommandeur das obere Luk, und gab Anweisungen über das Kehlkopfmikrofon.

Kupplung treten, 2. Gang einlegen (auch wenn es kracht solange festhalten bis es still ist, das Getriebe) und dann Kupplung los lassen. Ach so vor dem Anfahren mussten aber noch beide Steuerungshebel in mittlerer Position eingerastet sein. Wenn er dann rollt beide Hebel nach vorne.

Mit einem Auge auf den Drehzahlmesser, das andere Auge durch den Sehschlitz schielend, und mit beiden Ohren auf die Anweisungen von oben lauschend steuert ich den Bergepanzer nun tatsächlich mit eigener Hand durch das tief aufgewühlte Gelände. Besonders schön war die Fahrt über zwei etwas höhere Hügel.

Beim Auffahren sah man nur den Himmel und beim Abfahren nur Erde und Schlamm.

Ein sehr unwirkliches Gefühl!

 

                    

So drehte ich meine Runden nach den Anweisungen von oben über das Gelände durch tiefe Wasserlöcher und Schlammkulen bis ich zum zweiten Mal die großen Hügel bezwingen sollte. Vor dem Hügel kamen die Anweisungen " Hebel links" und " los lassen"  "Hebel rechts" und "los lassen" dann nocheinmal 

"Hebel rechts"        und danach nichts mehr.

Im selben Moment verspürte ich mehrere Tritte an Kopf und Schulter vom Kommandeur aus der oberen Luke, und der Panzer stand still vor einer etwas tieferen Grube am Rande der Hügel. Als meine Fahrerrluke dann geöffnet wurde erfuhr ich den Grund über das plötzliche Ausbleiben der letzten Anweisung.

Der Kabelstecker der Sprechanlage, die die Verbindung zum Befehlshaber war, hatte sich gelöst und somit konnte ich die Anweisung nicht mehr hören. Durch einen Notausschalter konnte der Motor von oben gestoppt werden, und der Panzer kam wenige cm vor dem Abgrund zum Stehen. Die Mitfahrer auf der Gallerie kamen ganz schön ins Schwitzen, nur ich hatte die Gefahr durch die zwei verunreingten Sehschlitze nicht so unmittelbar erkennen können!!

 

Nachdem der Panzerfahrlehrer das Gefährt wieder zum Ausgangspunkt zurück gefahren hatte, war auch für mich dann dieses Erlebniss zu Ende.

Es ist doch ein etwas anderes Gefühl den Bergepanzer T55-T, mit einem Gewicht von 34 t, mit 600 PS aus einem V 12 Motor und der eine Geschwindigkeit von max. 60 km/h fahren kann, in unwegsamen Gelände zu dirigieren

Alles in allem eine schöne Erfahrung!      Vielen Dank an alle die mir diese Erlebniss ermöglicht haben, aber es muss nicht nocheinmal sein.

Die Gründe sind zum einen die Enge im Panzer und auch der Preis von Euro 145,-

 

 

  

Mein ganzer Stolz, eine Berechtigungskarte zum Führen eines Panzers!!!             

 

Die Adresse der Panzerfahrschule:

Panzerfahrschule Beerfelde

Jörg u. Axel Heyse

Siedlerweg 14

15581 Steinhöfel OT Beerfelde

www.panzerkutscher .de

Mobil: 016096661697

                                                                                                                                                                                                                  

 

 

 

Stein-Video.de